Ergotherapie
Therapie, die Selbstständigkeit im Alltag wiederherstellt: Anziehen, Kochen, Körperpflege, Feinmotorik. Oft die Therapie, die die Lebensqualität zuhause am stärksten verbessert, wird aber häufig zugunsten von Physiotherapie vernachlässigt.
Was tun? Vom Arzt verordnen lassen (Heilmittelverordnung). Fragen Sie gezielt nach sensomotorisch-perzeptiver Behandlung (Positionsnummer EN2).
Warum das für Sie wichtig ist
Ergotherapie entscheidet oft darüber, wie selbstständig ein Mensch nach dem Schlaganfall im Alltag leben kann. Je früher und intensiver, desto besser die Ergebnisse. Selbstständigkeit beim Anziehen, Kochen und im Büro verbessert die Lebensqualität und das Selbstwertgefühl enorm.
Im Detail
Ergotherapeuten arbeiten daran, dass Betroffene alltagsrelevante Aktivitäten wie Anziehen, Kochen, Schreiben oder Computerbenutzung wieder möglichst selbstständig ausführen können. Sie trainieren die betroffene Hand und den Arm bei Halbseitenlähmung und beraten zur Wohnraumanpassung. Ergotherapie wird auf Heilmittelverordnung verordnet und von der Krankenkasse bezahlt.
⚠ Häufige Missverständnisse
Viele verwechseln Ergotherapie mit Physiotherapie. Physiotherapie fokussiert auf Bewegung und Kraft des Körpers, Ergotherapie auf die Alltagsfunktion. Beide sind nach Schlaganfall wichtig, adressieren aber unterschiedliche Ziele. Ergotherapie kann auch bei Aphasie und kognitiven Einschränkungen eingesetzt werden.
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