Schlaganfall Navigator

Heilmittelverordnung & Besonderer Verordnungsbedarf

Gilt nur in Deutschland.

Das Rezept Ihres Arztes für Therapien wie Physiotherapie, Ergotherapie oder Logopädie. Wichtig: Im ersten Jahr nach dem Schlaganfall belasten diese Verordnungen nicht das Budget Ihres Arztes. Viele Ärzte wissen das nicht und verordnen zu wenig.

Was tun? Aktiv beim Arzt einfordern: 'Schlaganfall ist Besonderer Verordnungsbedarf — das belastet Ihr Budget nicht.' Ab Monat 10 an die Langfristverordnung denken.

Warum das für Sie wichtig ist

Ohne Heilmittelverordnung müssen Sie Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie vollständig selbst bezahlen. Die Kosten sind erheblich. Die Verordnung ist der Schlüssel zur kontinuierlichen Therapie nach dem Schlaganfall und sollte bei jedem Arzttermin aktiv angesprochen werden.

Im Detail

Eine Heilmittelverordnung ist die ärztliche Verordnung für Therapien wie Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie oder Massagen. Der Arzt trägt Art, Menge und Häufigkeit der Behandlung ein. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten abzüglich Zuzahlung. Nach Schlaganfall werden oft Langfristverordnungen ausgestellt, die dauerhaften Therapiebedarf belegen.

⚠ Häufige Missverständnisse

Viele wissen nicht, dass Heilmittelverordnungen ein Verfallsdatum haben: Sie müssen in der Regel innerhalb von 28 Tagen eingelöst werden. Wer zu lange wartet, muss neu zum Arzt. Auch: Eine vom Arzt falsch ausgefüllte Verordnung (z. B. falsche Diagnose) kann die Therapeutin direkt korrigiert bekommen.

In anderen Ländern

🇦🇹 Österreich: Bewilligung über ÖGK (chefärztliche Genehmigung)

🇨🇭 Schweiz: Ärztliche Verordnung (KVG-Leistung)