Einfach erklärt
Einfach erklärt: Dehnung, Lagerung und Schienen
Sie haben einen Schlaganfall. Ihr Arm oder Bein spannt sich manchmal stark an. Das nennt man Spastik. Dagegen helfen Dehnung, Lagerung und Schienen. Hier erfahren Sie, was das ist und wie es funktioniert.
Was ist Dehnung, Lagerung und Schienen?
Dehnung und Lagerung halten Ihren Arm oder Ihr Bein in einer gestreckten Stellung.
Das geschieht oft mit Schienen über mehrere Stunden am Tag.
Bei starken Bewegungseinschränkungen kommen auch Gipsverbände infrage.
Diese Verbände werden regelmäßig neu angelegt.
Das Ziel ist, dass sich Ihre Muskeln entspannen und Gelenke nicht versteifen.
Was sagen die Studien?
Fachgesellschaften empfehlen diese Behandlung stark.
Sie sollen den Arm oder das Bein regelmäßig dehnen, wenn Sie ihn nicht selbst bewegen.
Für die Hand gilt: Lagerungsschienen senken die Muskelspannung.
Bei starker Muskelanspannung und Bewegungseinschränkungen hilft serielles Casting.
Casting kann auch mit einer Spritze und anschließender Schienenlagerung kombiniert werden.
Dehnübungen, Orthesen, Casting und Taping können nach einer Spritze geprüft werden.
Wann hilft das nicht?
Alleiniges Lagern ohne Dehnung bringt keine Besserung.
Eine bequeme Stellung reicht nicht aus.
Casting soll die passive Beweglichkeit verbessern.
Es sagt nicht aus, dass Sie danach besser gehen oder greifen können.
Beim Casting muss die Verträglichkeit gut überwacht werden.
Am gelähmten Bein besteht die Gefahr von Druckschäden unter dem Gips.
Gedehnt wird nur bis zur schmerzfreien oder erträglichen Grenze.
Wer zeigt mir das und wer zahlt?
Schienen und Orthesen werden vom Arzt verordnet.
Ein Sanitätshaus passt die Schienen an.
Ergotherapie und Physiotherapie zeigen Ihnen und Ihren Angehörigen die Lagerung.
Casting erfolgt meist in einer Reha-Einrichtung oder spezialisierten Ambulanz.
In Deutschland, Österreich und der Schweiz übernehmen die Kosten unterschiedlich.
In Deutschland ist die Kostenübernahme im Einzelfall nicht vollständig geprüft.
In Österreich zahlt oft die Krankenversicherung nach Bewilligung.
In der Schweiz übernimmt je nach Situation die Invaliden- oder Krankenversicherung.
Fragen für Ihr Arztgespräch
Reicht bei mir die Lagerung, oder brauche ich eine Schiene, damit wirklich gedehnt wird?
Wie viele Stunden am Tag ist das gemeint, und wie teilen wir das auf?
Wer zeigt das meinen Angehörigen, damit es zu Hause richtig gemacht wird?
Woran erkenne ich, dass die Schiene zu fest sitzt oder Druck macht?
Käme bei mir ein Casting infrage, und sollte davor eine Spritze gesetzt werden?
Bewege ich mich tagsüber genug, sodass die Lagerung vielleicht gar nicht nötig ist?
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