Schlaganfall Navigator

Begutachtung durch den Medizinischen Dienst (MD)

Gilt nur in Deutschland.

Ein Gutachter kommt zu Ihnen nach Hause und prüft, wie viel Hilfe Sie tatsächlich brauchen. Anhand dieses Besuchs wird Ihr Pflegegrad festgelegt. Viele Betroffene zeigen sich dabei fitter als im Alltag. Das führt zu einer zu niedrigen Einstufung.

Was tun?Pflegetagebuch vorbereiten. Während der Begutachtung nicht helfen oder beschönigen. Angehörige sollten dabei sein und den realen Alltag schildern.

Warum das für Sie wichtig ist

Das MD-Gutachten bestimmt direkt, welche Pflegeleistungen und wie viel Geld Sie erhalten. Eine gute Vorbereitung kann den Unterschied zwischen Pflegegrad 2 und 3 bedeuten, das sind mehrere hundert Euro monatlich. Führen Sie vorab ein Pflegetagebuch und schildern Sie den schlechtesten, nicht den besten Tag.

Häufige Missverständnisse

Viele glauben, beim MD-Termin könne man nichts falsch machen. Tatsächlich kann eine schlechte Vorbereitung dazu führen, dass der Pflegebedarf unterschätzt wird. Wer an einem besonders guten Tag fitter wirkt als im Alltag, riskiert eine zu niedrige Einstufung. Ein Pflegetagebuch als Vorbereitung hilft sehr.

Im Detail

Der MD (früher MDK) ist der medizinische Gutachterdienst der Kranken- und Pflegekassen. Er bewertet den Pflegebedarf für die Pflegegrad-Einstufung durch einen Hausbesuch. Der Gutachter prüft 6 Bereiche: Mobilität, kognitive Fähigkeiten, Verhaltensweisen, Selbstversorgung, Krankheitsbewältigung und Alltagsgestaltung. Das Ergebnis bestimmt direkt den Pflegegrad.

In anderen Ländern

Österreich: SV-Gutachter (Pflegegeld-Einstufung)

Schweiz: IV-Stelle Abklärung

Passende Anlaufstellen

Geprüfte Stellen aus dem Bereich „Alltag & Selbstständigkeit".

EUTB – Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung

Kostenlose und unabhängige Beratung zu allem, was Teilhabe betrifft: Hilfsmittel, Anträge, Reha, Rückkehr in den Beruf und Wohnen. Rund 500 Beratungsstellen bundesweit, vom Bund gefördert und ausdrücklich unabhängig von Krankenkassen und Rentenversicherung. Beraten wird häufig von Menschen, die selbst eine Behinderung haben.

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REHADAT Hilfsmittel – Alltagshilfen-Datenbank

Deutschlands größte kostenfreie Datenbank für Hilfsmittel im Alltag: von Greifhilfen über Kommunikationshilfen bis Mobililitätshilfen. Produkte vergleichen und Anbieter finden.

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Autofahren nach Schlaganfall – Ratgeber

Umfassender Ratgeber zu Fahreignung nach Schlaganfall: Rechtslage, Begutachtungsleitlinien der BASt, Karenzzeiten, Fahrprobe, Fahrzeugumbau und Kostenübernahme.

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ÖBB Mobilitätsservice-Zentrale

Kostenlose Hilfe beim Ein-, Um- und Aussteigen an österreichischen Bahnhöfen, dazu Auskunft, welche Bahnhöfe und Züge barrierefrei sind. Anmeldung telefonisch oder über das Online-Formular. Mit Behindertenpass fahren Sie in ganz Österreich um 50 Prozent günstiger, ohne eine eigene Ermäßigungskarte zu brauchen.

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Euroschlüssel für Behindertentoiletten – CBF Darmstadt

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MyTherapy – Medikamenten-Reminder & Blutdrucktagebuch

Kostenlose App für Medikamentenerinnerung und Blutdrucktagebuch. Explizit für Schlaganfall-Sekundärprävention beworben. Hilft bei der Therapietreue mit Blutverdünnern, Statinen und Blutdrucksenkern.

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Spitex Schweiz

Spitex steht für spitalexterne Hilfe und Pflege: professionelle Pflege und Betreuung bei Ihnen zu Hause. Nach einem Schlaganfall unterstützt die Spitex Sie bei Körperpflege, Medikamenten, Wundversorgung und im Alltag, damit Sie zu Hause bleiben können. Der Zugang läuft über eine ärztliche Verordnung, die Kosten der verordneten Pflege übernimmt die Krankenkasse aus der Grundversicherung.

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SBB Contact Center Handicap

Kostenlose Hilfe beim Ein-, Um- und Aussteigen im Schweizer öffentlichen Verkehr, dazu Reiseplanung und Reservierung von Rollstuhlplätzen. Anmeldung telefonisch oder online über das Anmeldesystem AMO. Täglich von 5 bis 24 Uhr erreichbar.

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