Hilfsmittelverordnung
Das Rezept für medizinische Hilfsmittel wie Rollstuhl, Rollator, Orthese, Kommunikationshilfe oder Badumbau. Die Krankenkasse muss genehmigen, kann aber günstigere Alternativen vorschlagen. Sie haben ein Wunsch- und Wahlrecht.
Was tun?Arzt um Verordnung bitten. Bei Ablehnung oder unpassender Alternative: Widerspruch einlegen. Sanitätshaus berät bei der Auswahl.
Warum das für Sie wichtig ist
Hilfsmittel ermöglichen Selbstständigkeit im Alltag nach dem Schlaganfall. Ohne Rollstuhl oder Gehhilfe sind viele Betroffene auf ständige Hilfe angewiesen. Die Verordnung sichert die Finanzierung und ermöglicht Ihnen, möglichst selbständig zu leben.
Häufige Missverständnisse
Viele kaufen Hilfsmittel auf eigene Kosten, weil sie nicht wissen, dass die Kasse zahlt. Auch gilt: Die Kasse übernimmt das nötige Hilfsmittel, nicht zwingend das modernste Modell. Ein Widerspruch oder ein Beratungsgespräch beim Sanitatshaus hilft, die beste Option zu finden.
Im Detail
Über eine Hilfsmittelverordnung übernimmt die Krankenkasse Kosten für medizinische Hilfsmittel wie Rollstühle, Gehhilfen, Orthesen, Badehilfen oder Kommunikationshilfen. Der Arzt verordnet das Hilfsmittel, die Krankenkasse genehmigt es. Die Zuzahlung beträgt in der Regel 10 % (mindestens 5 EUR, maximal 10 EUR je Hilfsmittel). Die Kasse übernimmt das “günstigste geeignete“ Hilfsmittel; teurere Modelle können gegen Aufpreis gewählt werden.
In anderen Ländern
Österreich: Hilfsmittelversorgung über ÖGK/PVA
Schweiz: IV-Hilfsmittel (einfach und zweckmässig)
Passende Anlaufstellen
Geprüfte Stellen aus dem Bereich „Alltag & Selbstständigkeit".
EUTB – Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung
Kostenlose und unabhängige Beratung zu allem, was Teilhabe betrifft: Hilfsmittel, Anträge, Reha, Rückkehr in den Beruf und Wohnen. Rund 500 Beratungsstellen bundesweit, vom Bund gefördert und ausdrücklich unabhängig von Krankenkassen und Rentenversicherung. Beraten wird häufig von Menschen, die selbst eine Behinderung haben.
Details ansehenREHADAT Hilfsmittel – Alltagshilfen-Datenbank
Deutschlands größte kostenfreie Datenbank für Hilfsmittel im Alltag: von Greifhilfen über Kommunikationshilfen bis Mobililitätshilfen. Produkte vergleichen und Anbieter finden.
Details ansehenAutofahren nach Schlaganfall – Ratgeber
Umfassender Ratgeber zu Fahreignung nach Schlaganfall: Rechtslage, Begutachtungsleitlinien der BASt, Karenzzeiten, Fahrprobe, Fahrzeugumbau und Kostenübernahme.
Details ansehenÖBB Mobilitätsservice-Zentrale
Kostenlose Hilfe beim Ein-, Um- und Aussteigen an österreichischen Bahnhöfen, dazu Auskunft, welche Bahnhöfe und Züge barrierefrei sind. Anmeldung telefonisch oder über das Online-Formular. Mit Behindertenpass fahren Sie in ganz Österreich um 50 Prozent günstiger, ohne eine eigene Ermäßigungskarte zu brauchen.
Details ansehenEuroschlüssel für Behindertentoiletten – CBF Darmstadt
Ein Schlüssel für das einheitliche Schließsystem an Behindertentoiletten, teils auch an Aufzügen und Parkplatzschranken. Er passt an Autobahn- und Bahnhofstoiletten, in Fußgängerzonen, Museen und Behörden in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ausgegeben vom CBF Darmstadt.
Details ansehenMyTherapy – Medikamenten-Reminder & Blutdrucktagebuch
Kostenlose App für Medikamentenerinnerung und Blutdrucktagebuch. Explizit für Schlaganfall-Sekundärprävention beworben. Hilft bei der Therapietreue mit Blutverdünnern, Statinen und Blutdrucksenkern.
Details ansehenSpitex Schweiz
Spitex steht für spitalexterne Hilfe und Pflege: professionelle Pflege und Betreuung bei Ihnen zu Hause. Nach einem Schlaganfall unterstützt die Spitex Sie bei Körperpflege, Medikamenten, Wundversorgung und im Alltag, damit Sie zu Hause bleiben können. Der Zugang läuft über eine ärztliche Verordnung, die Kosten der verordneten Pflege übernimmt die Krankenkasse aus der Grundversicherung.
Details ansehenSBB Contact Center Handicap
Kostenlose Hilfe beim Ein-, Um- und Aussteigen im Schweizer öffentlichen Verkehr, dazu Reiseplanung und Reservierung von Rollstuhlplätzen. Anmeldung telefonisch oder online über das Anmeldesystem AMO. Täglich von 5 bis 24 Uhr erreichbar.
Details ansehenEuroschlüssel für Behindertentoiletten – CBF Darmstadt
Ein Schlüssel für das einheitliche Schließsystem an Behindertentoiletten, teils auch an Aufzügen und Parkplatzschranken. Er passt an Autobahn- und Bahnhofstoiletten, in Fußgängerzonen, Museen und Behörden in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ausgegeben vom CBF Darmstadt.
Details ansehenWas möchten Sie als nächstes tun?