Neurologische Rehabilitation – Phasenmodell (B, C, D, E)
Gilt nur in Deutschland.
Deutschlands Reha-System teilt die Erholung nach Schlaganfall in Phasen ein: Phase B (Frühreha, noch intensivmedizinisch), Phase C (weiterführende Reha), Phase D (Anschlussreha, weitgehend selbstständig), Phase E (berufliche/soziale Wiedereingliederung). Die meisten Betroffenen befinden sich in den Monaten 3–12 im Übergang von Phase D in die ambulante Nachsorge.
Was tun?Fragen Sie in der Reha-Klinik, in welcher Phase Sie sind und welche Anschlüsse geplant sind. Der Sozialdienst der Klinik sollte den Übergang organisieren.
Warum das für Sie wichtig ist
Das Modell hilft zu verstehen, wo ein Betroffener im Reha-Prozess steht und welche Ziele für die nächste Phase realistisch sind. Es erleichtert das Gespräch mit Ärzten, Therapeuten und Kostenträgern und hilft, die nächsten Schritte zu planen.
Häufige Missverständnisse
Das Reha-Phasenmodell ist ein Ordnungsrahmen für Fachleute, kein starres Laufband. Nicht jeder durchläuft alle Phasen, und die Dauer jeder Phase ist individuell. Es ist kein Versprechen, was man erreichen wird, sondern ein Werkzeug zur Kommunikation.
Im Detail
Das Reha-Phasenmodell der BAR teilt die neurologische Rehabilitation in Phasen A bis F ein: A ist die Akutphase im Krankenhaus, B die Frührehabilitation bei intensivem Pflegebedarf, C und D die weiteführende und Anschlussrehabilitation, E die ambulante Reha, F die dauerhafte Betreuung. Das Modell gibt Therapeuten, Kassen und Familien ein gemeinsames Verständnis des Rehabilitationsstandes.
In anderen Ländern
Österreich: Kein festes Phasensystem; Reha über PVA bewilligt
Schweiz: Kein festes Phasensystem; stationäre/ambulante Reha über IV/KVG
Passende Anlaufstellen
Geprüfte Stellen aus dem Bereich „Reha & Therapien".
Bundesverband für die Rehabilitation der Aphasiker e.V.
Europas größte Selbsthilfeorganisation für Menschen mit erworbenen Sprachstörungen nach Schlaganfall. 16 Landesverbände, 17 Aphasie-Zentren, rund 250 Selbsthilfegruppen bundesweit.
neolexon Aphasie-App (DiGA)
Einzige DiGA im Bereich Schlaganfall: digitales Logopädie-Training bei Aphasie. Über 400.000 Übungsmöglichkeiten für Sprechen, Verstehen, Lesen und Schreiben. Wirksamkeit durch Deutschlands größte Aphasie-Studie belegt (196 Patienten).
Details ansehenKliniken Schmieder – Neuro-Reha
6 Standorte in Baden-Württemberg, Reha-Phasen A–E, eigenes Forschungsinstitut, ca. 14.500 Patienten/Jahr. Eine der größten neurologischen Fachkliniken Deutschlands.
Details ansehenAVOS – Ambulante Schlaganfall-Rehabilitation Salzburg
Wohnortnahe ambulante Therapie (Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie) für Schlaganfall-Betroffene im Land Salzburg. Zuweisung durch Ärzte oder Krankenhäuser. Auch Hausbesuche möglich.
Details ansehenNeurologisches Therapiezentrum Gmundnerberg
Sonderkrankenanstalt für stationäre neurologische Rehabilitation in Altmünster am Traunsee. 156 Betten, spezialisiert auf Schlaganfall, Gehirnblutung, MS, Parkinson und neuromuskuläre Erkrankungen.
Details ansehenNRZ Rosenhügel – Neurologische Rehabilitation Wien
Kompetenzzentrum für neurologische und neuropsychologische Rehabilitation in Wien. 147 Betten, 30 ambulante Therapiepltze. Schwerpunkte: Schlaganfallrehabilitation, neuropsychologische Reha, Botox bei Spastik.
Details ansehenKliniken Valens – Neurologische Rehabilitation
Neurorehabilitation an 8 Standorten in der Ostschweiz mit neurowissenschaftlich fundiertem Konzept. Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, MS.
Details ansehenRehaklinik Zihlschlacht – Neurologie
Größte neurologische Rehaklinik der Schweiz mit einem der modernsten Robotikzentren Europas. Spezialisiert auf Schlaganfall-Frührehabilitation.
Details ansehenREHAB Basel – Neurorehabilitation
Hochspezialisiertes Zentrum für Neurorehabilitation inkl. Hippotherapie und Musiktherapie. Enge Kooperation mit dem Universitätsspital Basel.
Details ansehenWas möchten Sie als nächstes tun?