Neurologische Rehabilitation – Phasenmodell (A bis F)
Gilt nur in Deutschland.
In Österreich: Kein festes Phasensystem; Reha über PVA bewilligt
In der Schweiz: Kein festes Phasensystem; stationäre/ambulante Reha über IV/KVG
In Deutschland wird die neurologische Reha nach einem Schlaganfall in Phasen eingeteilt: Phase A (Akutbehandlung im Krankenhaus), Phase B (Frühreha, noch mit intensivmedizinischen Möglichkeiten), Phase C (weiterführende Reha, noch viel Pflege), Phase D (Reha im üblichen Sinn, meist als Anschlussreha), Phase E (Nachsorge und berufliche Reha) und Phase F (dauerhafte Unterstützung und Pflege). Nicht jeder durchläuft alle Phasen.
Was tun?Fragen Sie in der Reha-Klinik, in welcher Phase Sie sind und welche Anschlüsse geplant sind. Der Sozialdienst der Klinik sollte den Übergang organisieren.
Warum das für Sie wichtig ist
Das Modell hilft zu verstehen, wo ein Betroffener im Reha-Prozess steht und welche Ziele für die nächste Phase realistisch sind. Es erleichtert das Gespräch mit Ärzten, Therapeuten und Kostenträgern und hilft, die nächsten Schritte zu planen.
Häufige Missverständnisse
Das Reha-Phasenmodell ist ein Ordnungsrahmen für Fachleute, kein starres Laufband. Nicht jeder durchläuft alle Phasen, und die Dauer jeder Phase ist individuell. Es ist kein Versprechen, was man erreichen wird, sondern ein Werkzeug zur Kommunikation.
Sie suchen eine Stelle, die Ihnen dabei hilft? Der Wegweiser zeigt Ihnen passende Anlaufstellen in Deutschland.
Im Detail
Das Reha-Phasenmodell der BAR teilt die neurologische Rehabilitation in Phasen A bis F ein: A ist die Akutphase im Krankenhaus, B die Frührehabilitation bei intensivem Pflegebedarf, C die weiterführende Reha, D die medizinische Reha im üblichen Sinn, E die nachgehenden Leistungen nach der intensiven Reha und die berufliche Rehabilitation, F die dauerhaft unterstützende und betreuende Pflege. Das Modell gibt Therapeuten, Kassen und Familien ein gemeinsames Verständnis des Rehabilitationsstandes.
In anderen Ländern
Österreich: Kein festes Phasensystem; Reha über PVA bewilligt
Schweiz: Kein festes Phasensystem; stationäre/ambulante Reha über IV/KVG
Passende Anlaufstellen
Geprüfte Stellen aus dem Bereich „Reha & Therapien".
Bundesverband für die Rehabilitation der Aphasiker e.V.
Europas größte Selbsthilfeorganisation für Menschen mit erworbenen Sprachstörungen nach Schlaganfall. 16 Landesverbände, 17 Aphasie-Zentren, rund 250 Selbsthilfegruppen bundesweit.
Terminservicestelle 116117
Vermittelt gesetzlich Versicherten einen Facharzttermin, wenn die Wartezeit zu lang ist (§ 75 SGB V). Rund um die Uhr erreichbar, auch online buchbar.
neolexon Aphasie-App (DiGA)
Einzige DiGA im Bereich Schlaganfall: digitales Logopädie-Training bei Aphasie. Über 400.000 Übungsmöglichkeiten für Sprechen, Verstehen, Lesen und Schreiben. Wirksamkeit durch Deutschlands größte Aphasie-Studie belegt (196 Patienten).
AVOS – Ambulante Schlaganfall-Rehabilitation Salzburg
Wohnortnahe ambulante Therapie (Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie) für Schlaganfall-Betroffene im Land Salzburg. Zuweisung durch Ärzte oder Krankenhäuser. Auch Hausbesuche möglich.
Neurologisches Therapiezentrum Gmundnerberg
Sonderkrankenanstalt für stationäre neurologische Rehabilitation in Altmünster am Traunsee. 156 Betten, spezialisiert auf Schlaganfall, Gehirnblutung, MS, Parkinson und neuromuskuläre Erkrankungen.
NRZ Rosenhügel – Neurologische Rehabilitation Wien
Kompetenzzentrum für neurologische und neuropsychologische Rehabilitation in Wien. 147 Betten, 30 ambulante Therapiepltze. Schwerpunkte: Schlaganfallrehabilitation, neuropsychologische Reha, Botox bei Spastik.
Kliniken Valens – Neurologische Rehabilitation
Neurorehabilitation an 8 Standorten in der Ostschweiz mit neurowissenschaftlich fundiertem Konzept. Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, MS.
Rehaklinik Zihlschlacht – Neurologie
Größte neurologische Rehaklinik der Schweiz mit einem der modernsten Robotikzentren Europas. Spezialisiert auf Schlaganfall-Frührehabilitation.
REHAB Basel – Neurorehabilitation
Hochspezialisiertes Zentrum für Neurorehabilitation inkl. Hippotherapie und Musiktherapie. Enge Kooperation mit dem Universitätsspital Basel.
Was möchten Sie als nächstes tun?








