Schlaganfall Navigator

Widerspruch

Eine schriftliche Beschwerde gegen eine Entscheidung Ihrer Versicherung, z.B. wenn Ihr Pflegegrad zu niedrig eingestuft wurde oder ein Reha-Antrag abgelehnt wurde. Kostenlos und häufig erfolgreich.

Was tun?Innerhalb von 1 Monat nach Erhalt des Bescheids schriftlich Widerspruch einlegen. Hilfe erhalten Sie beim Sozialverband VdK oder dem Pflegestützpunkt.

Warum das für Sie wichtig ist

Behörden machen Fehler. Gerade bei der Pflegegrad-Einstufung oder Reha-Bewilligungen werden Leistungen häufig zunächst zu niedrig eingestuft. Ein fristgerechter Widerspruch kann Ihnen dauerhaft höhere Leistungen sichern. Die Erfolgsquoten bei Widerspüchen in der Pflegeversicherung sind hoch.

Häufige Missverständnisse

Viele glauben, ein Widerspruch sei sinnlos oder könne die Situation verschlechtern. Das Gegenteil ist wahr: Bei der Pflegeversicherung werden viele Widerspüche erfolgreich abgeschlossen. Auch denken manche, man brauche zunächst einen Anwalt. Ein formloser Widerspruchsbrief genügt, solange die Frist eingehalten wird.

Im Detail

Wenn Sie mit einem Bescheid nicht einverstanden sind, zum Beispiel einer Pflegegrad-Ablehnung oder einer Rentenversicherungsentscheidung, haben Sie das Recht auf Widerspruch. In der Regel haben Sie 1 Monat Zeit (die Widerspruchsfrist steht im Bescheid). Der Widerspruch muss schriftlich erfolgen. Es ist sinnvoll, ihn mit medizinischen Unterlagen zu begründen. Kostenlose Unterstützung bieten Sozialverbände wie VdK oder SoVD.

In anderen Ländern

Österreich: Einspruch / Klage beim Arbeits- und Sozialgericht

Schweiz: Einsprache (30 Tage Frist)

Passende Anlaufstellen

Geprüfte Stellen aus dem Bereich „Bürokratie & Sozialleistungen".

VdK Sozialverband Deutschland

Deutschlands größter Sozialverband mit über 2,3 Mio. Mitgliedern. Bietet sozialrechtliche Beratung und vertritt Mitglieder vor Sozialgerichten bei Fragen zu Rente, Pflegegrad, Schwerbehinderung und Widerspruchsverfahren.

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UPD – Unabhängige Patientenberatung Deutschland

Kostenfreie und unabhängige Beratung zu gesundheitlichen und gesundheitsrechtlichen Fragen. Hilft bei Konflikten mit Krankenkassen, Ablehnungsbescheiden und Patientenrechten.

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Pflegestützpunkte Deutschland

Lokale Beratungsstellen, getragen von Kommunen und Pflegekassen. Helfen bei Pflegegrad-Antrag, Hilfsmittelversorgung, Entlastungsangeboten. Kostenlos.

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oesterreich.gv.at

Amtliche Informationsseite mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen zu Pflegegeld-Anträgen, Behindertenpass-Voraussetzungen und weiteren Sozialleistungen.

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Sozialministeriumservice Österreich

Zuständig für Behindertenpass, Parkausweis, Zuschüsse zur 24-Stunden-Betreuung und Hilfsmittelberatung für Menschen mit bleibenden Einschränkungen.

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Pflegegeld Beantragung Österreich

Informationen zu Voraussetzungen und Antragstellung des Pflegegelds (7 Stufen, Stufe 1 ab ca. 175 €/Mt.). Antrag beim Pensionsversicherungsträger.

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Pro Infirmis – Sozialberatung Schweiz

Pro Infirmis ist die grösste Schweizer Fachorganisation für Menschen mit Behinderung jeder Art und keine auf Schlaganfall oder Hirnverletzung spezialisierte Stelle. Die kantonalen Beratungsstellen unterstützen Sie und Ihre Angehörigen bei Fragen zu IV, Finanzen, Wohnen und Alltag, wobei manche Direkthilfe-Leistungen an Bedingungen geknüpft sind.

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FRAGILE Suisse (Dachorganisation)

FRAGILE Suisse ist die nationale Dachorganisation für Menschen mit Hirnverletzung und deren Angehörige. Sie bietet kostenlose Sozialberatung durch auf Hirnverletzung spezialisierte Fachpersonen, die kostenlose Helpline 0800 256 256 sowie das Programm Begleitetes Wohnen. Selbsthilfegruppen und Peer-Support finden Sie bei den elf regionalen Vereinigungen von FRAGILE.

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BSV – Hilflosenentschädigung IV

Die Hilflosenentschädigung der IV erhalten Sie, wenn Sie wegen der gesundheitlichen Folgen dauerhaft bei alltäglichen Verrichtungen wie Ankleiden, Aufstehen oder Essen auf Hilfe angewiesen sind. Sie ist einkommensunabhängig und wird frühestens nach einer einjährigen Wartezeit ausgerichtet. Der Weg führt über die IV-Anmeldung bei Ihrer kantonalen IV-Stelle und eine Abklärung, nicht über einen einfachen Antrag mit sofortiger Auszahlung.

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