Arm und Hand
Greifen, Halten, Anziehen, die Hand wieder benutzen
14 Behandlungsverfahren zu diesem Bereich: was die Studien sagen
Für Ihr Land haben wir in diesem Bereich noch keine Einträge.
Zum WegweiserErgotherapeuten-Suche – Deutscher Verband der Ergotherapeuten
Ergotherapie hilft nach Schlaganfall beim Wiedererlernen von Alltagshandlungen (Anziehen, Kochen, Schreiben). Hier Therapeuten in der Nähe suchen.
Details ansehenPhysiotherapeuten-Suche – Physio-Deutschland
Bundesweite PLZ-Suche nach Physiotherapeuten, sortiert nach Fachgebiet und Entfernung. Direkt für die Therapiesuche nach Entlassung nutzbar.
Details ansehenGKV-Hilfsmittelverzeichnis
Offizielles Verzeichnis aller erstattungsfähigen Hilfsmittel der gesetzlichen Krankenversicherung. Ärzte müssen Produkte aus diesem Verzeichnis verordnen.
Details ansehenSAHB – Hilfsmittelberatung Schweiz
Die SAHB ist die zentrale, unabhängige und gemeinnützige Beratungsstelle für Hilfsmittel in der Schweiz. Wenn Sie nach einem Schlaganfall einen Rollstuhl, Rollator, Anpassungen im Bad oder andere Hilfsmittel für Mobilität und Alltag benötigen, berät die SAHB Sie neutral und produktunabhängig.
Details ansehenPensionsversicherungsanstalt (PVA) – Rehabilitation
Wichtigster Kostenträger für Reha in Österreich mit 15 stationären und 2 ambulanten Reha-Zentren. Grundsatz: Rehabilitation vor Pension.
Details ansehenNeurologisches Therapiezentrum Gmundnerberg
Sonderkrankenanstalt für stationäre neurologische Rehabilitation in Altmünster am Traunsee. 156 Betten, spezialisiert auf Schlaganfall, Gehirnblutung, MS, Parkinson und neuromuskuläre Erkrankungen.
Details ansehenKliniken Valens – Neurologische Rehabilitation
Neurorehabilitation an 8 Standorten in der Ostschweiz mit neurowissenschaftlich fundiertem Konzept. Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, MS.
Details ansehenKlinik Pirawarth – Neurologische Rehabilitation
Renommiertes Kompetenzzentrum nahe Wien für neurologische Rehabilitation. Vertragspartner aller österreichischen Sozialversicherungsträger.
Details ansehenKlinik Wilhering – Neurologische Rehabilitation OÖ
Grösstes privat geführtes Rehabilitationszentrum Oberösterreichs mit Schwerpunkt Neurologie. Spezialisiert auf Schädigungen des zentralen Nervensystems, interdisziplinärer Ansatz mit aktivierender Pflege.
Details ansehenRehaklinik Zihlschlacht – Neurologie
Größte neurologische Rehaklinik der Schweiz mit einem der modernsten Robotikzentren Europas. Spezialisiert auf Schlaganfall-Frührehabilitation.
Details ansehenClinique romande de réadaptation (CRR SUVA)
Die Clinique romande de réadaptation (CRR) der SUVA in Sion (Wallis) bietet ein breites interdisziplinäres Reha-Spektrum inklusive Neurorehabilitation, stationär und ambulant. Das Angebot ist französischsprachig.
Details ansehenGibt es dafür noch Behandlungsmöglichkeiten?
Über manche Verfahren wird viel geredet, und von außen ist kaum zu erkennen, was davon belegt ist. Hier steht, was die Studien sagen und wer die Behandlung bezahlt. Das ist keine Empfehlung: Ob etwas für Sie infrage kommt, kann nur die Ärztin oder der Arzt beurteilen, die Sie kennen. Gedacht ist es als Vorbereitung auf dieses Gespräch.
In der Leitlinie empfohlen
- Antispastika zum EinnehmenIn der Leitlinie ausdrücklich das nachrangige Mittel: erst Therapie und physikalische Maßnahmen, bei örtlich begrenzter Spastik erst die Spritze. Tabletten wirken im ganzen Körper, auch dort, wo Sie die Kraft brauchen.
- Botulinumtoxin bei Spastik am ArmDie stärkste Empfehlung der Leitlinie, aber für ein anderes Ziel, als die meisten erwarten: belegt sind weniger Spannung, weniger Schmerz und leichtere Pflege. Dass der Arm danach wieder greifen kann, ist es nicht.
- Constraint-Induced Movement Therapy (CIMT)Die stärkste Empfehlung der Leitlinie zur Armlähmung. Der gesunde Arm wird zeitweise ruhiggestellt, damit der betroffene arbeiten muss. Die Hürde ist die Organisation, nicht die Evidenz.
- Dehnung, Lagerung und SchienenEmpfohlen, aber mit einem Unterschied, der im Alltag oft untergeht: Die Leitlinie hält fest, dass Lagern allein die Spastik nicht verringert. Es kommt auf die Dehnung an, meist über Schienen.
- Repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS)In den ersten Wochen nach dem Schlaganfall von der Leitlinie empfohlen, wenn es angeboten wird und in erfahrener Hand liegt. Genau daran scheitert es meist.
- Robotergestütztes ArmtrainingVon der Leitlinie empfohlen, wenn der Arm schwer gelähmt ist und der Schlaganfall noch nicht lange zurückliegt. Ein Zusatz zur übrigen Therapie, kein Ersatz.
- SpiegeltherapieIn der Leitlinie empfohlen, wenn Arm oder Hand betroffen sind. Wird innerhalb von Ergo- und Physiotherapie erbracht, kostet also nichts extra.
- Therapieintensität: wie viel Übung nötig istDie stärkste Aussage der Leitlinie ist keine Methode, sondern eine Menge: mindestens 30 Minuten an jedem Werktag. Welche Therapieschule dahintersteht, ist nachrangig.
Wird erforscht, noch kein Standard
- Akupunktur nach SchlaganfallDie Leitlinie lässt sie als Zusatz zu, sagt aber, der Nutzen für die Bewegung sei nicht sicher belegt. Bezahlen müssen Sie sie in dieser Anwendung selbst.
- Elektrostimulation am Arm (NMES und FES)Die Leitlinie lässt es als Zusatz zu, spricht aber überall nur von „kann erwogen werden“. Für die Schulter gibt es einen belegten Zweck und einen ausdrücklich nicht belegten.
- Transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS)Die Leitlinie rät ausdrücklich davon ab, das Verfahren außerhalb von Studien zur Armfunktion einzusetzen. Geräte dafür werden trotzdem verkauft.
- Vagusnerv-Stimulation mit Armtraining (VNS)In den USA seit 2021 für chronischen Schlaganfall zugelassen. Die europäische Leitlinie rät außerhalb von Studien ab, und für den DACH-Raum konnten wir keine Zulassung feststellen.